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Licence to cook

diezweiweisenausdemtortenland | Sonntag, 27. Februar 2011 | Kommentare: 0

Liebe Feinschmecker!


Frau Zuckerguss und Frau Tortinger verlassen Frankreich und seine Cuisine und reisen weiter gen Norden.
Über den Ärmelkanal geht es nach:


Großbritannien!
Finden wir zusammen heraus, was Bangers & Mash, Bubble & Squeak und Dandelion & Burdock sind.
Bewerbt euch (Fotos, Videos, Gedichte usw. sind gerne gesehen) unter 80speisen@gmail.com zum

Full English Brinner
Sunday, 13th of March 2011
2 o'clock p.m.

Bis dahin good luck!

Sincerely, Ms. Tortinger

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France je t'aime

diezweiweisenausdemtortenland | Samstag, 26. Februar 2011 | Kommentare: 0

Liebe Feinschmecker!

Wir sind im Land der Gaumenfreuden angekommen.
Wer sich hier ein dîner horrible mit Froschschenkeln und Schnecken erwartet hat wird schwer enttäuscht, denn der Abend stand unter dem Motto "Vive les escargots!".

Mademoiselle Saucisson-Chocolaté sieht sehr französich aus!

Nachdem die illustre Gästerunde eingetroffen war, wurde zum apéritif ein Gläschen Champagner gereicht und etwas conversation betrieben.
Frau Zuckerguss und Madame Eméne-Moi präsentieren den Champagner

Santé et vive les escargots!

Danach ging es weiter an den Tisch, der exquisit gedeckt war. Frau Zuckerguss weiß was ihren Gästen gefällt, deshalb waren Teile der Dekoration essbar.
Petits croissants und baguettes laden zum naschen ein

Zum entrée wurde Soupe de Poisson gereicht. Für alle, die der französischen Sprache nicht mächtig sind: Nein, "poisson" ist nicht mit dem englischen "poison" gleichzusetzen, Frau Zuckerguss ist doch keine Giftmischerin! "Poisson" bedeutet Fisch und in diesem Fall war das Seeteufel, ein etwa zwei Meter langer Armflosser der zwar nicht sehr schön anzuschauen ist, aber dafür um so besser schmeckt.
Die werten Gäste fanden es fantastique!
Soupe de poisson wie sie im Kochbuche steht

Nach einer kurzen Pause, in der wir die Welt des Chansons besser kennenlernten und unseren Geschmacksknospen etwas Ruhe gönnten, ging es auch schon weiter mit der Schlemmerei.
Der plat principal wurde aufgetragen und es stand fest, dass Frau Zuckerguss eine Meisterin der französischen Küche ist.
Ein richtiger plat principal wird natürlich mit Speck und Champignons verfeinert.

Vor uns lag die Krönung der cuisine francaise: Boeuf Bourguignion, Rindfleisch in Rotwein.
Nicht übertrieben, eure Frau Tortinger hatte nach dem ersten Bissen und der darauffolgenden Geschmacksexplosion tatsächlich Tränen der Freude in den Augen!
Frau Tortinger ist von dem Geschmackserlebnis überwältigt

Während die Gäste sich köstlich über vergangene Abenteuer in Frankreich unterhielten, trug Frau Zuckerguss schon das dessert auf, Iles flottantes, pochierte Baiserwölkchen auf crème de vanille, ein Gedicht.Liebe FeinspitzInnen, eure Frau Tortinger war direkt überrascht dass Gault Millau und Gastro Michelin nicht bereits an der Tür klingelten!
Les Iles flottantes sont fantastique!

Gleichzeitig wurde eine Runde Pass the Courvoisier initiiert, ein Spiel dass unter Rappern sehr beliebt ist.
Sehr schnell stellte sich heraus, wer ein Cognac-Conoisseur ist und wer lieber beim eau de source blieb.
Madame Eméne-Moi reicht den Courvoisier an Mademoiselle Kisbelle
Throw ya hands if you want some more!
Um wirklich behaupten zu können wie Gott in Frankreich gespeist zu haben, musste man auch noch bei fromage und baguette eine gute Figur machen. Von camembert über fromage de chèvre bis Rambol war alles dabei. Wer sich nicht auch etwas beurre aufs Brot schmierte hatte automatisch verloren, den ein echter Franzose hat von Kalorien noch nie etwas gehört!
Mademoiselle Francois weiß auf welcher Seite das Baguette gebuttert wird

Inzwischen war es spät geworden und die Gäste mussten die lange Heimreise nach Wien antreten.
Frau Zuckerguss und Frau Tortinger aber bereiten sich schon auf das nächste Abenteuer vor, denn bald geht die Reise weiter!

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Bienvenue á la France

diezweiweisenausdemtortenland | Freitag, 25. Februar 2011 | Kommentare: 0

Ein Glück es hat uns nach Frankreich geweht. Auch wenn die Ballonlandung etwas holprig war, wir haben es geschafft. Ausgehungert von der Reise haben Frau Tortinger und ich gleich einen Spaziergang auf die Märkte Frankreichs gemacht. Dort hat man uns in Essen aufgewogen, das wir mit den letzten Kräften die wir aufbringen konnten in unsere Herberge geschleppt haben.
Was sich in der französischen Küche findet, würde Fernsehdiätshow-Moderatoren in Verzückung bringen: frisch und reichhaltig. Kein Wunder, dass es zahlreiche Bücher über das Rätsel der verfressenen, schlanken Franzosen gibt. (Je suis trés desolée, mes francaises amis. Mais vous ettes vraiment gros mangeurs. :) )
Während unsere Tramper noch Sightseeing machen, begibt sich eine motivierte Frau Zuckerguss in die Küche. Erst mal für die Hauptspeise schnippeln und das Rätsel des Bouquet garnis lösen. Traditionell handelt es sich dabei um Petersilie, Lorbeer und Thymian. Jetzt nur nicht den Bridget Jones Fehler machen und einen blauen Bindfaden dafür verwenden. Die Hauptspeise braucht doch ein kräftiges Rot.

Vielleicht ein Gläschen Pinot Noir? Nein, auch der ist für die Hauptspeise gedacht... Während die 2 Stunden im Ofen köchelt werden Baiserwölkchen in Milch pochiert.
Und bei der Vanillecreme lernt eine Frau Zuckerguss die Franzosen erst richtig kennen. Ein französisches Essen ist nicht Nahrungsaufnahme um zu überleben, sondern Genuss. Und für Genuss braucht man Zeit. Um diesen Genuss herzustellen braucht man auch Zeit. Viel Zeit und viel Geduld. Und vielleicht auch einen starken Unterarm, der auch mal 20 Minuten rührt, bis die Eier in der Vanillecreme stocken und man noch einmal von vorne beginnen kann...

Nichts desto trotz. Man tröstet sich dann doch mit einem Gläschen Pinot Noir und fängt von Neuem an.
Währenddessen schmort auch das Rindlfleisch im Rotwein.
Noch eine halbe Stunde bis die Gäste kommen. Indessen ist so manche Frau Zuckerguss streichfähig und fragt sich, wie die französischen Frauen es schaffen, nach solchen Kochzeiten noch so fantastisch auszusehen?
Ob Frau Zuckerguss noch rechtzeitig aus dem Kochdelirium aufgewacht ist um die Tramper zu begrüßen und wie die Frankreichreise weitergegangen ist erfahrt ihr morgen.
Bis dahin Bis...ou....

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Wir heizen die Luft auf!

diezweiweisenausdemtortenland | Donnerstag, 24. Februar 2011 | Kommentare: 0

Die Reise geht weiter. Während ich noch die letzten Utensilien in den Korb werfe, heizt Frau Tortinger schon mal die Luft auf, damit unser Ballon steigt. Wie lange wir bis nach Frankreich brauchen, weiß nur der Wind. Um den aber nicht zu nerven, fragen wir nicht weiter nach. Schwuppdiwupp rein in den Ballon. Ein letztes Mal winken wir den Italienern zu, dann geht es auf zu den Lavendelfeldern, den 2 von 3 Freiheitsstatuen und der Croisette.

Na dann bis morgen ihr Tramper!
Bacio hier und Bisou da,
Eure Frau Zuckerguss

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Les Préparations

diezweiweisenausdemtortenland | Dienstag, 22. Februar 2011 | Kommentare: 0

Wenn man on the Road ist, gibt es zu Hause immer jemanden der sich Sorgen macht. Im Ausland gibt es nämlich grundsätzlich böse Krankheiten, Taschendiebe (also Handtasche immer im Auge haben) und unsichere Gegenden. Damit wir die Lieben zu Hause wegen unserer Frankreichreise ein wenig beruhigen können, habe ich mich erkundigt was für Gefahren uns drohen.


1.) Brief- und Handtaschenraub
Davor warnt der Reiseführer wenn es nach Frankreich geht. "Seien Sie in der Metro und bei Kontaktversuchen leicht verwahrlost aussehender Kinder vorsichtig (sie können zu einer Bande gehören).", warnt der National Geographic Paris Reiseführer 2007.
Ob damit DIE Bande gemeint ist, die Frau Tortinger und mich Ende der 80er Jahre am Spielplatz in den Kletterturm sperren wollte? Wenn ja, freue ich mich schon auf die verwahrlosten Kinder, die mich zu der Bande führen könnten. Ich habe da noch eine Rechnung offen....

2.) Das Auto sichern
...empfiehlt selbiger Reiseführer. Da haben Frau Tortinger und ich aber mächtig Glück gehabt. Keine Investitionen notwendig, bereisen wir doch Frankreich im Heißluftballon.


3.) Abends nicht alleine in unsichere Gegenden gehen
Kein Problem, dafür haben wir doch unsere Tramper dabei.


Die größte Gefahr besteht meiner Meinung nach in den französischen Küchen.

Bildquelle: aboutpixel.de / Schneckentempo © Ulrike Steinbrenner

Auch einer Frau Zuckerguss sei so ein billiger Joke vergönnt. Keine Sorge, die Schneckenpfanne hab ich grad der lieben Nachbarin geborgt. Das Gepäck ist also frei von Schneckenutensilien.

Wie auch immer: wir sind uns jeder Gefahr bewusst und reisen trotz aller Widrigkeiten in dieses raue Land. Denn wie ein Altdeutscher Witz besagt:

Wer allzeit bei dem Ofen sitzt, Grillen und die Hölzlein spitzt
und fremde Lande nicht beschaut, der ist ein Aff in seiner Haut.


Á bientôt
Eure Madame Zuckerguss

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Oui! C'est toi!

diezweiweisenausdemtortenland | Sonntag, 20. Februar 2011 | Kommentare: 0

Unfassbares hat sich diese Woche in unserem Email Posteingang, aber auch in unserem realen Postkastl abgespielt. Die Latte für zukünftige Bewerbungen wurde von den Trampern selbst höher gelegt. Nach Frankreich begleitet uns nur die Créme de la Créme der auto-stoppeurs. Aber seht selbst:

Mademoiselle Kisbelle ist bereits in Frankreich und sitzt in der Misere. Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Wir werden ihr helfen, ihre amour triste mit unserem Galadiner zu verdauen.

Madame Eméne-Moi ist eine sehr erfahrene Genießerin von gutem Essen. Leider hat sie Frankreich noch nie betreten. Weil sie aber Chocolat und Croissants gut verträgt, nehmen Frau Tortinger und ich sie gerne mit, um ihr la belle France zu zeigen.

Mademoiselle Francois ist ganz selbstbewusst schon einmal nach Frankreich vorgefahren. "Ich warte am Ufer der Seine in der Nähe der Pont Neuf auf euch und hoffe ihr holts mich dort ab!" schreibt sie uns und schickt noch ein Küsschen. Hoffentlich ist es dort warm, ein bisserl wird sie nämlich noch auf uns warten müssen. Wir holen sie doch erst am Freitag...

Mademoiselle Saucisson-Chocolaté's Einladung hätte in kein Email Postfach gepasst, die 3D Computerbildschirme sind ja leider noch nicht am Markt. Sie hat es aber geschafft uns ihre Einladung physisch zukommen zu lassen. Geeigneter für unsere Frankreichreise kann man kaum mehr sein, aber seht selbst:

Frau Tortinger und ich sont trés enérvée wegen der Voyage nach Frankreich und freuen uns auf die vier gewählten Compagnons.


Au plaisir! Grosses bises
Eure Frau Zuckerguss

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Bonjour les auto-stoppeurs!

diezweiweisenausdemtortenland | Sonntag, 13. Februar 2011 | Kommentare: 0

Genug von Italien, wir müssen weiter. Nächster Halt: das Land der Nouvelle Cuisine und des "Gastro-Michelin". Das Land des Pain au Chocolat, des Croissants und des Baguettes. Das Land der Schnecken, Froschschenkel und der Fois Gras. Oui, c'est vrai! Madame Tortinger et moi (Mme Zuckerguss) reisen weiter nach Frankreich. In unserem Heißluftballon wäre wieder Platz für auto-stoppeurs.
Wer mitkommen will:
Abreise:
Freitag der 25.Februar 2011
19.30 Uhr.


Bewerbungen, am besten mit Foto, werden ab sofort unter 80speisen@gmail.com angenommen. (siehe auch The Book of Rules)
Anmeldeschluss ist der 18.Februar 2011.

Bis dahin - Bonne chance!
Grosses bises,
Mme Zuckerguss

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Von der Vorspeise bis zum Vomitorium ein durchaus italienischer Abend!

diezweiweisenausdemtortenland | Samstag, 12. Februar 2011 | Kommentare: 0

Wenn Mamma Miraculi Pause hat, kommt Frau Tortinger und stiehlt ihr in der Küche die Show. Gestern Abend war es so weit: die Zuckerguss und die Tortinger haben Furore in Bella Italia gemacht. Im Schlepptau: Signore Corleone, Signora Contessa-Di-Cantuccini, Signorina Celentano und Signorina Strada-del-Sole. Einen Abend lang war Italien das Gesprächsthema und natürlich wurde Bacchus ganz heftig gefröhnt.

Die Tischdeko - so totally Italy.


Das Gastgeschenk ein Original 80speisen.blogspot.com Italy-Button




Die Gäste brachten die höchsten italienischen Gaumenfreuden mit: Wein von rot bis weiß und natürlich Prosecco und Asti. Da musste gleich zu Anfang im Vorraum angestoßen werden. Es erklang, nicht zum letzten Mal an diesem Abend, der Trinkspruch "Pizza, Pasta, Tramezzini!".

Bei italienischer Oper (Verdi) kam die Gruppe mit einem Bellini in Stimmung. Frau Tortinger sprach einen Toast. Zum Glück versprach sie diesen nicht, denn die Gäste waren hungrig und Brot war nicht im Haus. Das hätte ein böses Ende nehmen können, denn hungrige Italiener verstehen bekanntlich keinen Spaß. Aber lieber weiter im Abend.

Die Oper übertönte das knurren der Mägen und so servierte Frau Tortinger ein zartes Gedicht aus Vitello und Tonnato.



Die Teller sind ratzeputz leer. Auch Signorina Celentano hat es geschmeckt.
Ein zweiter Gang muss her. Die italienische Renaissance empfiehlt: FLEISCH! Schweinekotelettes in süßsaurer Sauce. 



Hier noch schnell die Tramper von links nach rechts: Mit der roten Stola: Signora Contessa-Di-Cantuccini, daneben Signor Corleone, Signorina Strada del Sole und Signorina Celentano in italienischem schwarz.
Während Frau Tortinger die Küchenkelle schwang, unterhielten sich die Gäste gar köstlich mit Chianti und italienischem Pop.


Dann war es endlich so weit: Costolette Di Cinghiale In Agro Dolce. Ich würde am liebsten mit diesem Foto unter meinem Polster einschlafen. Ein Gedicht das zarte Fleisch, in einer Balsamico-Schokoladensauce mit Dörrzwetschken, Rosinen, Zitronat und Pinienkernen. 


Den Signorinas und Signores ging es wie Frau Zuckerguss. Noch das letzte Fetzerl Fleisch wurde vom Knochen gepult bevor abserviert werden durfte. Man lechzte nach mehr und lenkte sich mit Konversation ab.





 Nach einem kleinen Verdauungsweisswein kam dann die Nachspeise in Form eines Mousse gelata di cioccolato.




Und nochmal: "Pizza, Pasta, Tramezzini"



Wie in Italien üblich wurde auch noch die letzte Kaffeebohne ausgepresst um den Abend abzurunden.


Das Dinner bei der Nachbarschaft ging inzwischen einem Ende zu. Bei der Tischdekoration....Naja es hat halt nicht jeder eine Frau Tortinger...

 Bei Cantuccini von selbiger Signora Contessa-Di spendiert, kam dann die große Idee, wie das Dinner noch weiter fortgesetzt werden kann. Im alten Rom gab es für solche Feiern immer einen Raum: das Vomitorium. Der Idee von kitzelnden Federn am Gaumen, konnten dann doch alle widerstehen und gaben sich geschlagen.

 Dann doch lieber noch ein Lambrusco. Doch die Flasche ließ sich nicht öffnen. Signorina Celentano nahm ihre ganze Kraft zusammen und rettete die Runde.


 Was danach passierte weiß nur ganz Italien.
Frau Tortinger und ich bedanken uns bei den fantastischen Trampern für eine unvergessliche italienische Nacht.
Wir freuen uns jetzt schon auf die Weiterreise. Wohin es geht, verraten wir morgen.
Bis dahin CIAO und BACIO
Eure Frau Zuckerguss